Bestanden: Unser Wald lebt!
Die Forstingenieurin Carola Paul wurde für ihre Diplomarbeit mit dem
Förderpreis der Münchner Forstwissenschaftlichen Gesellschaft
ausgezeichnet. Sie untersuchte auch die ForestFinance-Forste.
Studien belegen: kommerzielle Holzplantagen unterstützen die biologische Vielfalt. Einerseits, weil der Holzbedarf nicht mehr aus den verbleibenden Naturwäldern gedeckt werden muss. Und andererseits, weil eine Holzplantage die Wiederherstellung eines Waldökosystems beschleunigen kann.
Die Bedingungen für eine natürliche Wiederansiedlung von Pflanzen sind auf ehemaligen Weideflächen nämlich denkbar schlecht. Es herrscht eine hohe Sonneneinstrahlung, der Boden ist oft nährstoffarm und erosionsanfällig. Neu gepflanzte Bäume stabilisieren die ausgelaugte Erde mit ihrem Wurzelwerk und reichern sie mit Nährstoffen aus dem abgefallenen Laub an.
Holzplantagen und Artenschutz

- Carola Paul untersuchte die ForestFinance Foreste und bestätigte deren positiven Einfluss auf die Artenvielfalt
Eine besondere Bedeutung kommt Holzplantagen beim Artenschutz zu. Sie schaffen Rückzugsgebiete für viele Arten und ermöglichen Wanderungen zwischen den Naturwäldern. Inwieweit Plantagen die Biodiversität unterstützen, hängt aber stark von ihrer Bewirtschaftung ab. Daher haben eine Reihe von internationalen Organisationen wie die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) und die ITTO (International Tropical Timber Organization) Richtlinien für den Schutz der Biodiversität in Holzplantagen formuliert. Zu diesen gehört, dass einheimische statt exotische Arten nicht in Monokultur, sondern in Mischkultur angebaut werden und bestehende Waldreste erhalten bleiben.
Die ForestFinance-Forste erfüllen diese Kriterien. Dank ihrer vorbildlichen Bewirtschaftung sind sie ideal, um die praktische Umsetzung und Wirkung der Richtlinien zu erforschen. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Waldbau an der TU München eine Diplomarbeit, welche die Pflanzendiversität in den ForestFinance- Forsten in Las Lajas erforschte.
Gegenstand der Untersuchung war die natürlich gewachsene Bodenvegetation in den ForestFinance Wäldern. Solch ein Unterwuchs wird in vielen kommerziellen Plantagen nicht geduldet, da er mit dem Wertholz um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurriert. Eine Kernfrage der Arbeit war, ob die Diversität der Pflanzen unter der Baumart Teak genauso hoch ist wie unter Beständen aus einheimischen Baumarten. Der aus Indonesien stammende Teakbaum wird von ForestFinance als einzige nicht einheimische Art angepflanzt. Er ist bei herausragenden Holzeigenschaften sehr schnellwüchsig, bietet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten und verfügt über einen hohen Absatzmarkt. Die stabil hohen Holzpreise bedeuten eine Versicherung für die Investoren. In Holzplantagen wurde für Teak jedoch eine geringe Pflanzendiversität festgestellt.
Auch im Rahmen der Diplomarbeit wurden unter den ForestFinance-Teakbeständen tendenziell weniger Arten als in den Mischforsten – aber mehr als in anderen Teakplantagen festgestellt. Das liegt vermutlich an der kleinflächigen Anlage der Bestände. Die negativen Effekte von Teak kommen durch die Mischung mit einheimischen Baumarten weniger stark zum Tragen als in Monokulturen, in denen die meisten vergleichbaren Studien stattfanden.
Neuer Lebensraum für Tiere
Untersuchungen zu den Verbreitungsmechanismen der Pflanzenarten ergaben, dass 90 Prozent der gefundenen Arten durch Tiere verbreitet werden. Dies entspricht der Verbreitungsstruktur natürlicher Ökosysteme und zeigt, dass die ForestFinance-Bestände ein akzeptiertes Habitat für Tiere darstellen. Dieser Erfolg beruht auch darauf, dass ForestFinance bei der Anlage der Bestände bestehende Einzelbäume und Waldreste in die Plantagen integriert hat.
Insgesamt zeigte die Untersuchung eine positive Auswirkung der von ForestFinance angewandten Managementmaßnahmen auf die Pflanzendiversität. Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn Teak wird auch in Zukunft eine bedeutende Wirtschaftsbaumart bleiben, die maßgeblich zum finanziellen Erfolg einer Plantage beiträgt.

