GLS Bank, Ökobank und Umweltbank

Menschen, die bei der GLS Bank, Ökobank oder Umweltbank ihr Geld anlegen, verbindet der Wunsch, ethisch und ökologisch sinnvoll mit Geld umzugehen. Gleiches streben auch die Investoren von ForestFinance an. Wir werden häufig gefragt, was wir von den in Deutschland tätigen Ökobanken GLS-Bank und Umweltbank halten. Nachfolgend ein kurzer Überblick.

GLS Bank  − Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken

Bereits 1961 entstand in Bochum der Vorläuferverein der GLS Bank, die Gemeinnützige Treuhandstelle e.V. , heute GLS Treuhand e.V. Sie unterstützte mit Spenden- und Stiftungsgeldern gemeinnützige Vorhaben. 1967 folgte die Gründung der Gemeinnützigen Kredit-Garantiegenossenschaft eG (GKG) als Investitionsbank von Unternehmen und Projekten. 1974 wurde dann die GLS Bank gegründet.

Die GLS Bank  arbeitete als erste deutsche Bank nach ethisch-ökologischen Grundsätzen. GLS steht für  „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“. Unternehmenssitz ist Bochum, die GLS Bank hat jedoch auch Filialen in Berlin, Frankfurt, München, Freiburg, Hamburg und Stuttgart.

Unter dem Dach der GLS Bank arbeiten die GLS Gemeinschaftsbank eG, die GLS Treuhand e.V. und die GLS Beteiligungsaktiengesellschaft zusammen.

Ziel der GLS Bank und ihrer Mitglieder und Kunden ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern ein verantwortlicher Umgang mit Geld. Das Geld fließt bei der Umweltbank oder der GLS-Bank nicht in umweltschädliche Vorhaben, sondern bevorzugt in nachhaltige und soziale Unternehmen und Projekte.

Die GLS-Bank ist eine Genossenschaftsbank und gehört dem Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken und dessen Sicherungseinrichtung an. Im Jahr 2005 erhielt die GLS Gemeinschaftsbank als einzige deutsche Bank die bestmögliche Bewertung im Nachhaltigkeitsindex der belgischen Ratingagentur Ethibel.  Sie wird vom Vorstandssprecher Thomas Jorberg, Anderas Neukirch und Rainer Scheiw geleitet. Die Öko Bank GLS konnte im Jahr 2010 stark wachsen. So gewann die Bank im letzten Jahr 18.200 neue Kunden. Die Bank verfügt derzeit über 116.000 Kunden. Die Bilanzsumme der Bank wuchs im letzten Jahr um 22%.

Die GLS-Bank erhielt eine Vielzahl von Auszeichnungen. Alleine in 2010 wurde sie drei Mal ausgezeichnet.

Sie erhielt den  „Bank21 Innovationspreis“ für ihre zentrale Internetplattform zur Vergabe und Verwaltung von Mikrokrediten. Zudem wurde der GSL-BAnk in der bundesweiten Kundenumfrage von Börse Online und n-tv zur „Bank des Jahres" 2010 und 2012 gewählt. 2010 und 2012 wurde der GLS-Bank zudem der „Deutsche Nachhaltigkeitspreis“ verliehen.

ForestFinance selbst ist seit Unternehmensbeginn zufriedener Kunde der GLS Gemeinschaftsbank.

Ökobank: Grüne Genossenschaftsbank ohne Glück

Die Ökobank eG wurde vom „Verein Freunde und Förderer der Ökobank“ als deutsche „grüne“ Genossenschaftsbank ins Leben gerufen. Der Verein entwickelte ein Bankkonzept, sammelte das Gründungskapital und erreichte später die Zulassung der Ökobank. Mit einem Genossenschaftskapital von 7,8 Millionen Deutsche Mark von 12.700 Treugebern wurde die Ökobank am 2. Mai 1984 in Frankfurt  gegründet.

Ziel der Ökobank war unter anderem die Finanzmittelbereitstellung für die damals aufkommenden Alternativbetriebe, die zu jener Zeit noch nicht von konventionellen Banken unterstützt wurden. Die Ökobank sollte die finanziellen Mittel für einen „alternativen Wirtschaftskreislauf“ bereitstellen. Das Bankkonzept der Ökobank umfasste alle traditionellen Bankgeschäfte mit Ausnahme des Effekten- und Depotgeschäfts. Die Ökobank bot Sparbücher, Umweltsparbriefe und Kredite an. Das Gesamtkreditvolumen der Ökobank blieb auf 60 Prozent der Bilanzsumme oder das Dreifache des Eigenkapitals beschränkt.

1996 erfolgte die Aufnahme der Ökobank in den Einlagensicherungsfonds des BVR. Dies gelangt aber erst, nachdem der bestehende Verlustvortrag der Ökobank von 3,3 Millionen Deutsche Mark von 542 Mitgliedern gesichert wurde.

Ende der 90er Jahre geriet die Ökobank durch Managementfehler in eine finanzielle Schieflage. Zu dieser Zeit hatte die Ökobank 380 Millionen Bilanzvolumen und 24.000 Mitglieder. Zur Sanierung wurde das Bankgeschäft der Ökobank  zunächst an die Bankaktiengesellschaft Hamm ausgegliedert. Anfang 2003 wurde das Bankgeschäft der Ökobank dann von der GLS Gemeinschaftsbank eG übernommen. Die abgewerteten Geschäftsanteile der Ökobank wurden in neue Anteile an der Finanzdienstleistungsgenossenschaft Oekogeno umgewandelt.

Umweltbank AG: direkt ökologisch

Die Umweltbank wurde 1995 von Horst Popp gegründet. 1997 startete die Umweltbank den Geschäftsbetrieb mit der Vollbanklizenzeintragung. Seit 2001 ist die Umweltbank börsennotiert. Die Umweltbank AG ist ein deutsches Kreditinstitut mit ökologischem Schwerpunkt. Im Gegensatz zur GLS Bank hat die Umweltbank neben ihrer Nürnberger Zentrale keine weiteren Filialen, sondern arbeitet als Direktbank.

Die Umweltbank versteht sich als Förderbank für den Umweltbereich. Sie bietet Finanzierungen, Geldanlagen und Versicherungen im ökologisch nachhaltigen Sektor an. Die Umweltbank ist Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung, gehört jedoch keinem Einlagensicherungsfonds an. Vorstandsmitglieder der Umweltbank sind der Gründer Horst Popp und Jürgen Koppmann. Zum 31.12.2012 finanzierte die UmweltBank rund 15.600 Umweltprojekte mit einem Volumen von 2,2 Mrd. Euro. 

Fazit

Trotz Banken- und Finanzkrise erzielten Umweltbank und GLS Bank im Jahr 2008 deutliche Gewinne. Sowohl die Kundenzahl als auch die Bilanzsumme beider Banken wachsen seit vielen Jahren im zweistelligen Bereich. Dies verdeutlicht das solide und nachhaltige Konzept der GLS und Umweltbank.

Die ForestFinance Gruppe unterhält seit langem ein Konto bei der GLS Bank.

Der Hauptgrund für die Wahl der GLS Bank war, dass diese älter als die Umweltbank ist. Als wir unser Konto eröffneten, war die GLS-Bank größer als die Umweltbank. Wir möchten  jedoch beide Banken umweltbewussten Anlegern gleichermaßen empfehlen.

Stand: Januar 2013

www.BaumSparVertrag.de

Wir machen Wald. Die ForestFinance-Gruppe bietet Investments in die ökologische Aufforstung von Tropenholz an. Sie bewirtschaftet über 16.000 Hektar ökologischer Forstflächen in Mittelamerika, Südamerika und Asien. Sie ist auf Waldinvestments spezialisiert, die lukrative Rendite mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbinden. Interessenten können zwischen verschiedenen Produkten der nachhaltigen Tropenforstwirtschaft wählen.
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