Mais und Mahagoni – Feldfrüchte aus den ForestFinance-Forsten

Agroforstprojekt in der Provinz Darién: Der kleine Amarillosetzling (Terminalia amazonia) wächst im Schutz der Maispflanzen (Zea mays) an.
Maisernte: Forstabeiter helfen dabei, den jungen, ungeschälten Mais zu verladen, um ihn in den anliegenden Dörfern zu verkaufen.

Agroforstliches Forschungsprojekt der TU München in Kooperation mit ForestFinance

Von Carola Paul

Die Forstingenieurin Carola Paul wurde für ihre Diplomarbeit mit dem Förderpreis der Münchner Forstwissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Ihre Studie belegte die hohe Artenvielfalt in den ForestFinance-Forsten (wir berichteten). Im Rahmen ihrer Promotion an der TU München forscht sie nun erneut bei ForestFinance in Sachen Agro-Forstprojekte.

Seit August 2009 läuft das gemeinsame Forschungsprojekt der TU München und ForestFinance in Tortí, einer kleinen Ortschaft der in Ostpanama gelegenen Provinz Darién. Hier befinden sich seit 2006 auch Aufforstungen von ForestFinance. Im Rahmen meiner Dissertation am Lehrstuhl für Waldbau untersuche ich dort die Beimischung landwirtschaftlicher Feldfrüchte wie zum Beispiel Mais, Bohnen oder Maniok in Holzplantagen. Ziel ist es, die Produktion von Holz und Nahrungsmitteln zu verbinden, um dadurch möglichst früh, also noch vor der ersten Durchforstung, Erlöse aus Aufforstungen zu erzielen.

Kurz nach der Pflanzung der Bäume auf der Forschungsfläche im August 2009 wurde im September der Mais gesät. Drei Monate später konnte ich mit der tatkräftigen Unterstützung der Forstarbeiter die erste Ernte des „maíz nuevo“ einfahren – so heißt der junge Mais, dessen Körner noch weich sind. Die Maiskörner werden vom Kolben getrennt, durch eine Presse gedrückt und traditionell zu Pastelitos (Maisfladen) verarbeitet. Diese werden dann in Wasser oder Fett ausgebacken.

Um die notwendigen ökonomischen und ökologischen Daten zur Bewertung des Agroforstsystems zu sammeln, wurden die Maiskolben der einzelnen Probeparzellen während der Ernte gezählt, gewogen, vermessen und schließlich auch die Biomasse der gesamten Maispflanze erhoben. Was in einem Satz zusammengefasst werden kann, erforderte viele fleißige Hände und einige Tage Arbeit.

Ein besonderes Erlebnis war für mich der Verkauf der frischen Kolben. Direkt nach der Ernte ging es zusammen mit den Forst-Vorarbeitern und einem Jeep voller „maíz nuevo“ auf Verkaufsfahrt. Dabei lernte ich nicht nur die hintersten Ecken von Tortí und Agua Fría kennen, sondern arbeitete auch an meinen Fähigkeiten als Marktschreierin, was sicherlich zur allgemeinen Erheiterung im Dorf beitrug. 

Jetzt steht mit der Bohnenernte das nächste Abenteuer an. Ich ernte, wiege und messe die Bohnen zusammen mit zwei Praktikanten und Forstarbeitern in händischer Arbeit, wie ich es auch schon beim Mais getan habe. Aber auch die Bäume vermessen wir alle drei Monate, um ihr Wachstum und mögliche Wechselwirkungen mit der landwirtschaftlichen Komponente zu dokumentieren. Mit der Auswertung dieser Daten hoffen wir auf interessante Forschungsergebnisse. Wir werden berichten.

Wir machen Wald. Die ForestFinance-Gruppe bietet Investments in die ökologische Aufforstung von Tropenholz an. Sie bewirtschaftet über 16.000 Hektar ökologischer Forstflächen in Mittelamerika, Südamerika und Asien. Sie ist auf Waldinvestments spezialisiert, die lukrative Rendite mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbinden. Interessenten können zwischen verschiedenen Produkten der nachhaltigen Tropenforstwirtschaft wählen.
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