Häufig gestellte Fragen

Wald, Land- und Forstwirtschaft

Nein, ein „neuer“ Regenwald entsteht hier nicht. Primärwälder und Regenwald sind, sobald sie abgeholzt sind, unwiederbringlich verloren. Was durch ForestFinance und Ihren Beitrag entsteht, ist ein neuer, standortgerechter Sekundärwald. Wir sorgen mit den Aufforstungen dafür, dass Brachflächen wieder in ein Ökosystem Wald überführt werden und neue Lebensräume entstehen für die lokale Flora und Fauna („Plenterwald“).

Durch die zertifizierte, ökologisch-nachhaltige Bewirtschaftung wird dafür gesorgt, dass der Forst ein attraktiver Lebensraum für die lokale Tierwelt wird und als Trittstein dient zwischen Primärwaldresten. Die aufgeforsteten Wälder sind in der Regel ökologisch weniger komplex als ein Primärwald. Um den Zustand seiner Vorgänger wieder annähernd zu erreichen, sind oft mehrere Hundert Jahre an Regenerationszeit und strikte ökologische Ausrichtung im Forstmanagement notwendig.

Mehr über unsere Wälder und zertifiziert ökologische Ausrichtung unseres Forstmanagementsystems erfahren Sie hier.

Wir meinen: Ja! Durch die Mischwald-Aufforstungen, wie die ForestFinance Gruppe sie mit ihren Produkten betreibt, erhalten die Menschen vor Ort Arbeitsplätze im und durch den Wald und müssen, um ihren Holzbedarf zu decken, nicht die verbleibenden Primärwälder an anderer Stelle roden und vernichten, um ihr Einkommen zu sichern.

Gleichzeitig soll durch das Angebot von zertifizierten, ökologischen Hölzern der Handelsdruck von den wenigen noch existierenden Hölzern aus Regenwäldern genommen werden. Gibt es auf dem Weltmarkt ökologische Angebote aus Wirtschaft-Sekundärwäldern, muss man nicht mehr auf (illegale) Raubbau-Angebote aus Regenwäldern oder Primärwäldern zurückgreifen, die natürlich zusätzlich strengstens unterbunden werden müssen.

Und als dritter Punkt: Aufforstungsprojekte tragen dazu bei, brachliegende Flächen wieder zu einem Ökosystem Wald zurückzuführen, sie sind Nahrungslieferant und Heimat zahlreicher bedrohter Tierarten, sie schützen vor Bodenerosionen und –Austrocknung und sie sind eine wichtige Senke für schädliche Klimagase.

ForestFinance-Wälder unterscheiden sich als ökologische Forste erheblich von konventionellen Plantagen und Monokultur-Forsten, denn: Unsere Forste bestehen aus überwiegend heimischen und standortgerechten Baumarten. Wir machen Wald! Und zwar die tropische Variante eines Plenterwaldes. Das Ziel aller ForestFinance-Produkte ist es, einen standortgerechten, sozial wie ökologisch verträglichen Wald zu schaffen, der durch eine zertifiziert ökologisch-nachhaltige Bewirtschaftung Werte schafft. Dennoch gibt es zwischen den einzelnen Produkten Unterschiede:

1. BaumSparVertrag und WaldSparBuch

Beim BaumSparVertrag und WaldSparBuch wird ein Mischwald mit überwiegend heimischen Baumarten aufgeforstet, der zudem einen Teil reiner Naturschutzfläche aufweist. Da es sich um ein ökonomisches Projekt handelt, werden auf Holzmenge und Erlösertrag ausgerichtete Arten wie z.B. Teak, Mahagoni, Amarillo, Zedro Espino, Zapatero und Cocobolo verwendet. Auf den Einsatz von Chemiedüngern und Pestiziden wird weitgehend verzichtet. Bei den neuen Aufforstungen handelt es sich meist um zurückgelassenes Weideland.

Wir finden hier also nicht die Endphase des Forstbaus, sondern den Anfang. Dieser stellt sich gerade in den ersten Jahren eher dar wie eine Baumschule und entwickelt sich dann rasch – gefördert durch die spezielle ökologische Mischwaldforstung – zu einem tropischen Mischwald (allerdings auch zu einem Sekundärwald - keinem Primär-Regenwald.

2. KakaoWald

Beim KakaoWald pflanzen wir in einem Agroforstsystem Edelkakao und Schatten spendende Bäume, in deren Schutz die Kakaobäume gesund und natürlich wachsen können. Unser Kakao wächst in einem Wald, nicht auf einer Plantage. Durch unser nachhaltiges Management der Agroforste ist die Umwandlung von Kakaowald zu Mischwald nach der Kakaorotation möglich. Auf den Einsatz von Agrochemikalien und Gentechnik verzichten wir.

Ein Teil Ihrer Investition in KakaoWald ermöglicht den Schutz wertvoller Primärwälder in Bocas del Toro, Panama. Hier leben gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel der Panama-Jaguar, der Totenkopfaffe oder die Palmfarnart Zamia skinneri.

3. GreenAcacia

Bei GreenAcacia hingegen handelt es sich tatsächlich um bestehende Plantagen, die ForestFinance übernimmt, um diese sukzessive in Wald zu überführen. Die Akazie z.B. als Vorstufe für einen einheimischen Mischwald lockert den Boden auf und reichert in ihm Nährstoffe an, die andere Bäume brauchen, um dort gut wachsen zu können. Somit macht es die Akazie möglich, die Fläche in einen Mischwald zu überführen und mit weiteren heimischen Baumarten anzureichern.

Der von Ihnen angepflanzte Sekundärwald bleibt bei allen Produkten auch nach und während der Nutzung (Ernte) als Wald erhalten, dient damit als Genpool, schafft neue Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen und erfüllt seine Funktion zum Wasser- und Klimaschutz – und dies dauerhaft!

Wenn Sie mehr über unsere Wälder erfahren wollen, die Baumarten, die dort wachsen und die Vorteile, die das bringt, dann lesen Sie hier mehr.

Ein fairer Interessenausgleich ohne Vertreibungen oder Ausnutzen einer ökonomischen Notlage der Verkäufer gehört seit der Firmengründung zu unserer Philosophie. Das schließt auch ein, dass ForestFinance dazu beiträgt, die Arbeits- und Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung einschließlich der Landverkäufer zu verbessern – durch die Schaffung langfristiger und sozial gesicherter Arbeitsplätze, aber auch durch flankierende Sozialprogramme und einer engen Einbindung der Bevölkerung vor Ort. Denn neuer Wald kann nur dann nachhaltig und langfristig geschaffen werden, wenn von diesem auch die lokale Bevölkerung profitiert.

Teamarbeit ist im Wald mindestens so wichtig wie im Büro: Wer an ihm beteiligt ist, der ist bemüht, ihn zu erhalten und zu vergrößern. Wie bei der Erzeugung von Bio-Lebensmitteln ist auch ein Forst-/Walddirektinvestment seinen Preis eben nur dann wert (dann allerdings tatsächlich), wenn alle Beteiligten von der Wertschöpfung profitieren. ForestFinance lehnt es darum grundsätzlich ab, den Gewinn seiner Kunden durch die Ausbeutung von Zulieferern, Mitarbeitern oder der Natur zu erwirtschaften. Das hat seinen Preis – und den müssen nachhaltig denkende und handelnde Investoren auch zahlen.

Diese Abkürzungen stehen für die bekanntesten Standards, die u.a. Klimaschutzprojekte für Nachhaltigkeit und soziale Nutzen auszeichnen. ForestFinance lässt seine Wälder über diese Standards durch unabhängige Dritte zertifizieren.

1. FSC

Der Forest Stewardship Council® – oder kurz FSC® – ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die sich den Erhalt der Wälder durch umweltverträgliche und nachhaltige Bewirtschaftung zum Ziel gesetzt hat. Dazu hat der FSC ein weltweit gültiges Siegel für Holz entwickelt, das z.B. durch die Rainforest Alliance überprüft wird. Den FSC unterstützen zahlreiche Umweltschutzorganisationen und Gewerkschaften. Unsere Wälder in Panama sind ökologisch-nachhaltig zertifiziert.

2. UTZ

UTZ Certified ist eine unabhängige Stiftung mit Hauptsitz in Amsterdam, die seit 2002 neben Kakao auch Kaffee und Tee zertifiziert. Mit dem UTZ-Label werden nur solche Agrarprodukte ausgezeichnet, die unter strengen ökonomischen, sozialen und nachhaltigen Voraussetzungen angebaut und vermarktet werden. Das UTZ-Zertifizierungssystem ermöglicht es Produzenten, nachzuweisen, dass sie verantwortungsbewusst handeln und garantiert Verbrauchern umweltbewusste Qualität.

ForestFinance-Kakaoprojekte sind sowohl in Panama (seit 2014) als auch Peru (seit 2018) UTZ-zertifiziert.

3. Gold Standard

Seit 2012 hat die Gold Standard Foundation den CarbonFix Standard übernommen und ihr Portfolio auf diese Weise um die Komponenten „Landnutzung“ und „Wälder“ ergänzt. Mit dieser ergänzten Gold Standard Version 3.0 verfolgt die Stiftung den ganzheitlichen Ansatz, alle Leistungen nachhaltig bewirtschafteter Landschaften anzuerkennen und zu belohnen - von nachhaltiger Ressourcengewinnung in der Agrar- und Forstwirtschaft, dem Schutz von Biodiversität bis hin zum Wasserschutz und sozialer Fairness. Das Gold Standard Komitee investiert nur in Projekte, die unabhängig, validiert und verifiziert sind, so dass die Glaubwürdigkeit und die Integrität der Kompensationsprojekte garantiert werden kann. Drei unserer Projekte sind mit eben diesem Gold Standard ausgezeichnet - ForestFinance ist mit CO2OL damit der einzige Anbieter, der über ein solches Portfolio verfügt!

4. CCBA

Die Standards der CCBA (Climate, Community & Biodiversity Alliance), die Climate, Community & Biodiversity Standards, werden vor allem für positive Effekte für Klima, Regionalentwicklung und Artenvielfalt vergeben, so auch mit der Auszeichnung „Gold“ an unser Aufforstungsprojekt in Panama (2010–2015). Die Zertifizierung wird durchgeführt von der Rainforest Alliance.

Mehr zu den Standards finden Sie hier.

Kürzer geht es mit einem ernst gemeinten Qualitätsanspruch kaum bei einer Wiederaufforstung, die mit dem Pflanzen eines jungen Setzlings beginnt. Tropisches Klima, hervorragende forstliche Pflege und gute Bodenbedingungen lassen die Bäume fast sechsmal so schnell wachsen wie in Deutschland. In Deutschland müssten sie 80 bis 140 Jahre auf vergleichbares, verwertbares Holz warten und auch dies wäre noch kein Edelholz. Es handelt sich eben um einen natürlichen Vorgang. Deswegen fallen beim WaldSparBuch und beim BaumSparVertrag auch erst nach circa 25 Jahren die größten Erträge an. ForestFinance macht jeden Interessenten auf diesen Vorgang aufmerksam.

Versprechungen mit wesentlich kürzeren Laufzeiten und gar höheren Renditen basieren nach unserer Auffassung entweder auf (bewusst oder unbewusst) falschen Angaben oder aber auf umweltzerstörerischer, nicht nachhaltiger Forstwirtschaft wie z. B. Eukalyptus- oder andere Monokulturen schnellwachsender, nicht heimischer Arten.

(Produkte GeschenkBaum, BaumSparVertrag, WaldSparBuch)

Jahr 1 - 3

Der größte Arbeitsaufwand fällt bereits vor Ihrem Investment an: Aus bereits ausgewähltem Qualitätssamengut und in den bestehenden Wäldern gesammelten Zöglingen durch Naturverjüngung werden in der eigenen Baumschule Setzlinge gezüchtet. Die Pflanzzeiten sind von Standort zu Standort verschieden: Pflanzzeit ist in Panama z.B. von Juni bis Oktober, wobei es geographische und klimatische Unterschiede gibt. Die Setzlinge sind 20 bis 40 cm groß und haben eine erste Trockenzeit von Dezember bis Mai vor sich. Setzlinge, die diese erste Trockenzeit nicht überstehen (unter 4 Prozent) werden im kommenden Jahr sofort ersetzt und nachgepflanzt.

Fast tägliche Begutachtung und regelmäßige Schutzmaßnahmen gegen Schädlinge, Beschnitt etc. sind die Hauptaufgaben. Alle ForestFinance-Waldprodukte in Panama bieten eine Nachpflanzgarantie für die ersten fünf Jahre. Sprich: Nicht angewachsene Setzlinge oder Bäume mit minderem oder fehlerhaftem Wuchs werden auf Kosten von ForestFinance ersetzt bzw. nachgepflanzt. Dennoch gilt es zu beachten: Ein Mischwaldsystem ahmt den natürlichen Selektionsprozess nach und macht sich diesen zu Nutzen. Auch der natürliche „Ausfall“ von einzelnen Bäumen ist geradezu gewünscht, um Wachstumsoptimierung und Selektion der besten Bäume zu befördern. Mittels Aus- und Durchforstungen wird dieser Prozess weiter optimiert.

Jahr 4 - 5

Sind die Bäume erst vier bis fünf Jahre alt, sind sie kräftig genug, den harten Überlebenskampf in den Tropen (fast) allein zu überstehen. Jetzt werden die Pflanzungen vor allem unter Holzaspekten (möglichst gerade Bäume für maximale gute Holzgewinnung) betreut und gepflegt.

Jahr 10 - 13

Durchforstungen, um Platz zu schaffen für weiteres Wachstum.

Jahr 15 - 19

Erneute Durchforstung.

Jahr 22 - 25

Ernte und Vermarktung des Holzes. Endauszahlung an Kunden.

Natürlich! Sollten Sie eine Reise nach Panama planen, geben Sie uns bitte kurz vorher Bescheid. Die Kollegen vor Ort organisieren dann gerne einen Besuch der Flächen mit fachlicher Begleitung durch einen unserer Forstingenieure („Investorenreise“). Die Gebiete in Kolumbien, Vietnam und Peru liegen leider recht abgelegen und eignen sich daher nur bedingt für einen Besuch. Sprechen Sie uns an!

Wir veröffentlichen jedes Jahr im Wechsel einen allgemeinen Tätigkeitsbericht und einen Forstbericht bzw. Projektberichte von unseren Standorten. Über das Erscheinen dieser Berichte informieren wir unsere Kunden per Newsletter. Einsehbar sind alle Berichte dann gesammelt in Ihrem Online-Kundenbereich. Zusammen mit der Information, auf welcher Finca Ihre Waldfläche liegt, können Sie anhand der Berichte nachvollziehen, wie es um Ihre Bäume bestellt ist und welche Aktivitäten auf der Projektfläche im Vorjahr durchgeführt wurden.

Weiterhin bemühen wir uns, auch die Fotogalerien zu jeder Finca (zu finden im Kundenbereich sowie unter Bilder) aktuell zu halten, so dass Sie regelmäßig Ihre Bäume auf Fotos begutachten können. Falls Sie weiterführende Fragen haben, können Sie außerdem jederzeit unseren Kundenservice ansprechen (0049 228 943 778-0).

Auch ein nicht bewirtschafteter Wald, wie unser SchutzWald in Las Lajas, verursacht Aufwand und damit laufende Kosten: angefangen von erforderlichen Arbeiten zum Brandschutz, wie Feuerschneisen, die kontinuierlich freigehalten werden müssen, über Abgrenzungsmaßnahmen zu den benachbarten Viehweiden um Verbissschäden durch Rinder zu verhindern, bis hin zu Pflegearbeiten.

Auch „Verwaltungsvorgänge“ wie Biodiversitätsmonitorings etc. verursachen leider Kosten. Die Flächen sind zusammen mit Wirtschaftsflächen von ForestFinance erworben worden. Somit sind auch für die SchutzWald-Flächen Erwerbskosten angefallen, die es zu refinanzieren gilt. ForestFinance erwirbt sonst Brachflächen zur Renaturierung oder Wiederaufforstung im Rahmen eines wirtschaftlichen Modells für interessierte Investoren. Beim SchutzWald wird das „Nicht-Nutzen“ und der damit verbundene Aufwand in Rechnung gestellt.

Mit Oase 1 investieren Sie in den Aufbau eines biologisch bewirtschafteten Agroforstsystems mit Olivenbäumen und Dattelpalmen. ForestFinance hat sich entschieden, sowohl Datteln als auch Oliven als Bio-Lebensmittel zu produzieren – um die Umwelt zu schonen und um stabilere und höhere Preise zu erzielen.

Agroforst bedeutet: Auf ein und derselben Fläche werden gleichzeitig oder aufeinanderfolgend Bäume und Feldfrüchte angebaut, Tiere gehalten oder Imkerei betrieben. Wenn Agroforstwirtschaft richtig umgesetzt wird, ist sie eine nachhaltige Form der Landnutzung, bei der Nutzpflanzen als Bodenverbesserer dienen oder Bäume Agrarsysteme mit ihren positiven ökologischen Eigenschaften bereichern können. Gleichzeitig wird die Produktion diversifiziert und so das Risiko des Ausfalls einer der Komponenten abgepuffert. Die Bewirtschaftung von Oasen ist in Wüstenregionen bereits seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil des Ökosystems. Wir erwarten auch an unserem Standort positive Effekte, da sich auf den bewässerten Flächen und in der direkten Nachbarschaft auch andere Pflanzenarten ansiedeln können und sollen. Der Projektplan sieht langfristig vor, sogenannte Unterpflanzen auf den Dattelflächen zu pflanzen. Möglich sind beispielsweise Granatäpfel und verschiedene Gemüsesorten.

Eine nachhaltige Bewässerungsstrategie war zu jeder Zeit Grundvorraussetzung für das Projekt Oase 1. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Quellen erneuerbar sind und unsere Bewässerungssysteme den höchsten Umwelt- und Sozialstandards entsprechen.

Das Projektgebiet liegt im Atlasgebirge von Marokko. Die wichtigsten Wassereinzugsgebiete hier sind der Fluss Drâa im Westen und der Fluss Ziz, der die Oasen von Tafilalt bewässert, im Osten. Das verwendetet Wasser kommt somit aus verschiedenen Quellen. Das Wassermanagement wird in Marokko von staatlicher Seite betrieben und unser Projekt wurde vorab von den örtlichen Behörden geprüft. Von den Behörden erhalten nur die Projekte grünes Licht, wenn Sie den Grundwasserspiegel für die nächsten 30 Jahre nicht gefährden. Eine hydrologische Umweltverträglichkeitsprüfung findet statt. Zusätzlich besteht für unser Projekt die Möglichkeit das Bewässerungswasser aus dem Al-Hassan Addakhil-Staudamm zu nutzen (ca. 10 km von Errachidia entfernt). Um zukünftige Belastungen des Ökosystems der Oasen zu verringern, hat das Ministerium für Wasser und Energie in Marokko beschlossen, in der Region einen zusätzlichen Mehrzweck-Staudamm zu bauen, der 30 Millionen m3 pro Jahr produzieren soll.

Der angegeben Zeitraum von 50 Jahren hat vor allem rechtliche Gründe und hängt mit der maximalen Vertragslaufzeit zusammen. Es gibt von unserer Seite aus selbstverständlich keine Pläne eine Nutzungsänderung nach den 50 Jahren vorzunehmen, solange jedoch kein staatliches, im rechtlichen Sinne definiertes Naturschutzgebiet vorliegt, wäre eine weiterreichende Zukunftsbindung rein „psychologischer“ Natur. Die 50-Jahres-Frist ist im Kohlenstoff-Kompensationsbereich durchaus üblich und wir haben uns hier dieser üblichen Frist angeschlossen.

Investment

Nein, bei diesem Produkt handelt es sich nicht um ein Einlagengeschäft, d. h. eine Einlagensicherung, wie sie für Bankguthaben besteht, existiert nicht. Sowohl beim WaldSparBuch als auch beim BaumSparVertrag handelt es sich um Direktinvestments in den Sachwert Wald.

Die prognostizierte Rendite ist vom Produkt abhängig. Auf unseren Produktseiten sowie in den gedruckten Informationsmaterialien erläutern wir die von uns formulierten Rendite-Erwartungen und die Hintergründe. Die Ertragsprognosen zu allen ForestFinance-Forst- und Agroforst-Produkten beruhen auf:

  • Erfahrungen und Werten der Vergangenheit
  • Realen gegenwärtigen Verkaufswerten
  • Erwartungen in zukünftige Entwicklungen

Dabei fließen zahlreiche verlässliche Quellen wie internationale Preisindices und Handelsveröffentlichungen (u.a. ITTO, NCREIF, FAO), eigene reale Kauf- und Verkaufserfahrungen sowie Marktstudien in die Berechnungen ein. Zu den wichtigsten Parametern, die in die ForestFinance-Renditeberechnungen eingehen, gehören:

  • Holzmengenertrag pro Fläche
  • Preise für verschiedene Baumarten als Stamm- oder Schnittholz
  • Preise für fermentierten Edelkakao
  • Vermarktung der Hölzer national oder international
  • Holzqualitäten und Zertifizierungen

Gleichartige Kriterien legt ForestFinance der Ertragsberechnung von Verarbeitungsprodukten (zum Beispiel Holzchips, Pellets oder auch Holzkohle) und Forst-Agrarprodukten (u.a. Kakao) zu Grunde. Die so ermittelten Renditeprognosen werden regelmäßig der tatsächlichen Situation auf dem Holz- und Kakaomarkt angepasst. Den zu erwartenden steigenden Erlösen aus dem Verkauf von Holz und anderen Forstprodukten stehen (teilweise ebenfalls steigende) Kosten gegenüber. Am kostenintensivsten ist tropische Forstwirtschaft in den ersten drei bis fünf Jahren. So werden circa 70 Prozent der Gesamtkosten in den ersten fünf Jahren fällig, was die Kostenrisiken auf lange Sicht minimiert. Mehr zu den Rendite-Prognosen finden Sie hier.

Erstmal bleibt es in Deutschland, denn: ForestFinance-Kunden zahlen auf ein deutsches Konto ein. Die ForestFinance Gruppe verwaltet ihre Gelder in Deutschland, schon aus Sicherheitsgründen, was sich in der Bankenkrise 2008/2009 auch bewährt hat. Die Liquiditäts-Rücklagen der ForestFinance Gruppe werden konservativ angelegt – etwa in deutsche Festgeldkonten (sowohl in Euro wie in Dollar um Wechselkursrisiken auszugleichen) und in Sachwerte (Grundstücke). Gelder werden je nach Fortgang der forstlichen Arbeiten quartalsweise in das jeweilige Land der Forstung transferiert und dort zeitnah für die Aufforstung der von Ihnen angepachteten oder gekauften Forst-Fläche verwendet.

Die ForestFinance Gruppe bilanziert die verschiedenen Gesellschaften sowohl in Deutschland, als auch im mittelamerikanischen und asiatischen Raum nach einheitlichem internationalen Standard und erstellt eine konsolidierte und zertifizierte Konzernbilanz. Eine Mittelverwendungskontrolle ist so für Investoren in hoher Transparenz möglich. Die Information über die wirtschaftliche Gesamtlage der Gruppe und die Investitionen der Kunden erfolgt jährlich in einem Geschäftsbericht. In Kooperation mit externen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften werden diese Bilanzen erstellt sowie die Buchhaltung geprüft. Selbstverständlich erfüllt die Forest Finance Service GmbH die gesetzlichen Veröffentlichungspflichten in Deutschland. Die Information für Kunden und Investoren geht aber weit darüber hinaus: Den aktuellen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht finden Sie online.

Die ForestFinance Gruppe wird die verwertbaren Bäume ernten und vermarkten (verkaufen). Der Ertrag aus dem Verkauf von Bäumen wird Ihnen aus dem jeweiligen Aufforstungsland auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Bei allen Ertragsprognosen sind bereits die Kosten für Ernte und Vermarktung berücksichtigt und abgezogen. Bitte denken Sie daran, uns stets über Ihre aktuelle Anschrift auf dem Laufenden zu halten, damit wir nach der Ernte Ihrer Bäume Kontakt zu Ihnen aufnehmen können.

Hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von ForestFinance-Produkten gibt es bundesweit keine einheitliche Handhabung der Finanzämter. Nach gegenwärtigem deutschen Steuerrecht resp. Handhabung der Finanzbehörden wird z.B. der BaumSparVertrag zumeist dem Bereich „Liebhaberei“ zugeordnet. Jede Entscheidung eines Finanzamtes ist eine Einzelfallentscheidung und für andere Finanzämter nicht bindend. Bestehende Entscheide der Finanzämter sind also keine Gewähr dafür, dass auch „Ihr“ Finanzamt eine solche Entscheidung trifft.

Fragen Sie bitte Ihren Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer oder Ihr zuständiges Finanzamt. Wir berichten regelmäßig über den steuerlichen Status unserer Produkte und unterstützen unsere Kunden bei Fragen. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechts- oder Steuerberatung durchführen dürfen. Lassen Sie sich bitte ggf. fachkundig beraten!

Bei einer Insolvenz sind Sie im Wesentlichen durch folgende Umstände abgesichert: Erstens handelt es sich bei Ihrer Investition um ein Sachwertinvestment, welches im Falle der Insolvenz oder Konkurs der Forest Finance Service GmbH nicht in die Konkursmasse eingeht. Der Sachwert (das Investment) verbleibt beim Investor. Da in der tropischen Forstung fast 50 Prozent aller Kosten im ersten Jahr entstehen (Fläche, Vorbereitung, Baumschule, Aufforstung, intensive Pflege) und ca. 75 Prozent aller Kosten in den ersten fünf Jahren, minimiert sich das Risiko im Verlauf des Investments (während der Sachwert an „wächst“).

Ja, Risiken gibt es. Alle ForestFinance-Produkte sind Investments in natürliche Rohstoffe (Holz oder Kakao). Das wirtschaftliche Ergebnis steht nicht fest, sondern kann nur prognostiziert werden. Wir von ForestFinance setzen bei unseren Angeboten auf Transparenz – die ausführlichen Risikohinweise mit den allgemeinen Hinweisen zu unseren Waldprodukten können Sie unter Risikohinweise nachlesen. In der Mediathek finden Sie außerdem die Verkaufsprospekte zu den ForestFinance-Produkten, in denen die spezifischen Risikohinweise zu Ihrem Investment aufgeführt sind.

Gegen Risiken hat ForestFinance einzelne, individuelle Schutzmaßnahmen getroffen. Gegen Schädlinge hilft z. B. die ökologische Forstung selbst. Artenvielfalt schützt besser vor Schädlingen aller Art als eine Monokultur. Darüber hinaus gibt es die intensive und unter hohem Personaleinsatz betriebene forstliche Pflege und natürlich als letztes Mittel auch Schädlingsbekämpfung mit weit überwiegend ökologischen Schutzmitteln. Seit mehr als 20 Jahren hat sich dieses System vollständig bewährt. Gegen Feuer sind sämtliche Aufforstungen mit Feuerschutzschneisen durchzogen, mit Feuerlöschgeräten versehen und werden während der brandgefährdeten Zeit (in Panama März, April) durch Brandwachen geschützt. Dieses System hat sich 2010 während eines aus einem benachbarten Waldgebiet übergreifenden Feuers vollständig bewährt. Die Pflanzungen erlitten keinen Schaden! Zudem sind unsere Aufforstungen in Panama (dasselbe gilt für GreenAcacia Kolumbien) feuerversichert.

ForestFinance hält sich strikt an alle in Deutschland geltenden Verbraucherschutzvorschriften. Als Verbraucher können Sie Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen. Es entstehen Ihnen dadurch keine Kosten. Bereits getätigte Zahlungen werden Ihnen erstattet. 

Die Widerrufsbelehrung können Sie in unseren Verkaufsprospekten nachlesen.

Das Unternehmen

Die Standorte der ForestFinance-Projekte befinden sich in Deutschland, Kolumbien, Panama, Peru, Vietnam und Marokko. Mehr über Investitionsstandorte und die genaue Lage der Wälder und Agroforste erfahren Sie hier.

Mit jedem Vertrag, den Sie mit der ForestFinance Gruppe abschließen, fördern Sie auch Natur- und Klimaschutz. Denn: Ihre Investition fließt in die Wiederaufforstung von Brachflächen in Panama und Peru sowie in die nachhaltige Umwandlung von Monokulturen in Vietnam und Kolumbien. Ihre Bäume tragen dazu bei, die Bodenqualität zu verbessern, sie sind natürliche Wasserspeicher und Heimat seltener und bedrohter Pflanzen- und Tierarten.

Neben Artenschutz ist Ihre Investition in Wald auch ein wichtiger Baustein zum Schutz des globalen Klimas; Bäume absorbieren CO2 aus der Atmosphäre und können so dazu beitragen, den globalen Anstieg der CO2-Konzentration zu hemmen. Und: Die Natur braucht Zeit, sich zu erholen. Ihre Investition schützt den Wald dauerhaft. Die CO2-Bindung auf den ForestFinance-Flächen garantieren auch internationale Standards wie zum Beispiel Gold Standard.

Ihre Investition in Forst und Wald bietet auch den Menschen in Panama, Kolumbien, Peru und Vietnam, die in und um unsere Projekte leben und arbeiten, vielfältige Perspektiven: Bis zu 500 Mitarbeiter sind zu Hochzeiten bei uns in den Projektländern beschäftigt – sie verdienen über dem nationalen Mindestlohn. Aus- und Fortbildungen gehören mit zu den Maßnahmen, mit denen wir unsere Mitarbeiter fördern.

In Vietnam wurde zum Beispiel das Sequa-Projekt gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) implementiert. Umweltbildung spielt dabei eine zentrale Rolle: Ihre Investition unterstützt in Panama beispielsweise einen Naturlehrpfad, den Schulen in der Umgebung aktiv nutzen, um Schüler für die Natur zu sensibilisieren.

Die ForestFinance Gruppe ist ein wichtiger Ansprechpartner für Organisationen aus der Wirtschaft, aber auch vor allem der Forstwissenschaft und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Insbesondere unsere gute Vernetzung in den Projektländern und der Ansatz, nachhaltige Entwicklung zu schaffen, erklären das Vertrauen unserer Partner.

ForestFinance ist Gründungsmitglied der Business and Biodiversity Initiative ‘Biodiversity in Good Company’ in Deutschland und der Biodiversity Partnership Mesoamerica, gemeinsam mit dem Umweltinstitut CATIE. Als Vollmitglied der Forest Stewardship Council Arbeitsgruppe Deutschland e.V. arbeiten wir gemeinsam mit Waldbesitzerverbänden, öffentlichen Forstverwaltungen und forstwirtschaftlichen Unternehmen im Interesse der nachhaltigen Holzzertifizierung zusammen. Gründer und Geschäftsführer Harry Assenmacher ist darüber hinaus Mitglied des Senats der Deutschen Umweltstiftung und des Senats der Wirtschaft.

Ja, selbstverständlich können sich Unternehmen engagieren. Besonders geeignet dazu ist das ForestFinance-Waldschutzprojekt WildeBuche, bei dem Sie alte Buchenwälder in Deutschland für mindestens 50 Jahre schützen. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten für Unternehmen, nachhaltig in Wald zu investieren — bis hin zur Altersvorsorge für Mitarbeiter.

CO2OL, eine Marke der ForestFinance Gruppe, bietet Unternehmen außerdem die Möglichkeit, mit der Investition in internationale Waldprojekte das Klima zu schützen, Nutzen für die Bevölkerung und Natur vor Ort zu schaffen und gleichzeitig die CO2-Unternehmensemissionen auszugleichen.

Die ForestFinance Gruppe mit Hauptsitz in Bonn entwickelt seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich ökologische Forstinvestments. Die Unternehmensgruppe verwaltet Forstinvestments im Wert von ca. 90 Mio. Euro und managt ca. 17.500 Hektar Fläche in Süd- und Mittelamerika sowie Asien und Nordafrika für über 19.000 Kunden. Rund 30 Mitarbeiter am Firmensitz Bonn sind vor allem für Kundenservice und Vertragsbetreuung zuständig. In Panama, Peru und Vietnam überwachen ForestFinance-Forstexperten die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards und der ökologischen und sozialen Grundsätze der ForestFinance Gruppe. In Kolumbien werden die Kundenflächen durch unseren Forstdienstleiser bewirtschaftet. Seit vielen Jahren pflegen wir eine enge Zusammenarbeit und Forstwissenschaftler von ForestFinance überprüfen regelmäßig die Arbeit vor Ort.

In Panama sind insgesamt ca. 100 Mitarbeiter dauerhaft angestellt (natürlich sozialversichert); bis zu 450 weitere sind in den Projektländern über externe Forstdienstleister angestellt. Sie sind hauptsächlich mit der Aufforstung und Pflege der Wälder beschäftigt.

Gründer und Geschäftsführer der Forest Finance Service GmbH ist Harry Assenmacher, der sich bereits seit Anfang der 80er Jahre aktiv im ökologischen Bereich engagiert. Neben Harry Assenmacher ist Christiane Pindur, die seit Anfang 2013 als Geschäftsführerin für Verwaltung, Finanzen und Controlling verantwortlich zeichnet, zweite Geschäftsführerin.

Was in Deutschland im Jahre 1997 als Partnerbüro eines panamaischen Forstunternehmens begann, ist seit Sommer 2005 eine eigenständige deutsche GmbH (Forest Finance Service GmbH mit Sitz in Bonn).  Mit der Tochtergesellschaft in Panama und Partnerunternehmen in Vietnam, Kolumbien und Peru, die als Landbesitzgesellschaften und regionale Servicegesellschaften fungieren, pflanzt die ForestFinance Gruppe Bäume. 

Grundidee aller Produkte der ForestFinance Gruppe ist die ideale Symbiose aus ertragreichen Investitionen und ökologisch sinnvollen Aktivitäten. Speziell mit dem BaumSparVertrag ist es der ForestFinance Gruppe gelungen, ein Investment zu entwickeln, das auch Anlegern mit kleinem Budget eine nachhaltige Investition mit lukrativer Rendite in einen ökologisch nachwachsenden Rohstoff ermöglicht.

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