Marokko

Marokko

Heimat von Oase 1

 

Wirtschaftsstandort Marokko

 

Marokko ist auf dem Weg vom Agrarland zur Dienstleistungs- und Industriegesellschaft. Das Königshaus sowie die Finanz- und Wirtschaftseliten verfolgen eine pragmatische Linie, mit einem Mix aus freier Marktwirtschaft, mäßiger Regulierung, Stärkung der Binnenwirtschaft und Anbindung an den Weltmarkt. Ein zentraler Aspekt ist die Kooperation mit der Europäischen Union, insbesondere mit Frankreich und mit Spanien. Mit einem Marktanteil von rund sechs Prozent ist Deutschland Marokkos fünftwichtigster Handelspartner. Eine weitere wichtige Achse ist die Kooperation mit den arabischen Golfstaaten.

 

2015 hat Marokko sich auf die sogenannten SDG (Sustainable Development Goals) der UN verpflichtet, die bis zum Jahr 2030 eine weitere Reduzierung von Armut und Ungleichheit vorsehen. Konkrete Maßnahmen waren die Sanierung bzw. der Abriss von Slums, der Ausbau der Strom- und Wasserversorgung (privat und landwirtschaftlich), Arbeitsbeschaffungsprogramme und Reformen im Bildungswesen. Dazu gehört auch der “Plan Maroc Vert”, den die Regierung seit 2008 verfolgt. Mit dem „Plan Maroc Vert“ soll die Modernisierung von Landwirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen in diesem Bereich gefördert werden. Die Landwirtschaft trägt derzeit rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Mit dem Entwicklungsplan soll sich der Anteil am BIP verdoppeln. Dabei gelten in Industrie und Landwirtschaft gesetzliche Mindestlöhne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heimat der Dattelpalme

 

In den dünn besiedelten Wüstenregionen sind Oasen die Lebensgrundlage der Menschen. Das gilt auch für die Anbauregion Errachidia südlich der Berge des Hohen Atlas, die nur in den Oasen am Fluss Oued Ziz Wasser und Vegetation, Nahrung und Arbeit bietet. Nicht umsonst wird die langlebige Dattelpalme in der Bibel auch als „Baum des Lebens“ bezeichnet. Seit Jahrtausenden sind sie eng mit der Kultur des Landes verknüpft. Gleichzeitig bilden sie eine natürliche Barriere gegen die fortschreitende Desertifikation.

Datteln spielen nicht nur in der Kultur Marokkos eine besondere Rolle, sondern auch wirtschaftlich. Auf rund 50.000 Hektar werden im Süden des Landes in den Oasen rund fünf Millionen Dattelpalmen bewirtschaftet, die pro Jahr rund 110.000 Tonnen Datteln produzieren. Nicht genug für den einheimischen Markt: 30 Prozent Datteln müssen zusätzlich aus anderen Anbauländern wie Tunesien, Algerien oder dem Irak importiert werden.

 

Die Anbauregion Errachidia

 

ForestFinance wird das Oliven-Datteln-Agroforstsystem in der Provinz Errachidia installieren, in der marokkanischen Region Drâa-Tafilalet. Die Region Drâa-Tafilalet erstreckt sich im Südosten des Königreichs und ist berühmt für seine Palmenoasen. Die Landschaft ist großteils wüstenartig, lediglich das Oued Ziz-Tal bietet eine üppige Vegetation. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Bewirtschaftung der Palmenoasen. Die Gärten in der Palmerie, der Green-Zone längs des Flussufers, sind paradiesisch. Dort wächst Gemüse und Obst zwischen den Palmen und geben den Menschen Arbeit und Nahrung. Hier wachsen auch bis zu 100 Jahre alte Dattelpalmen, die von den Anwohnern gehegt und gepflegt werden. Die Bewohner der Region sind Experten für Dattel- und Olivenanbau. Das Wetter eignet sich hervorragend, da es nur selten regnet und die Sonne für eine schnelle Reifung der Früchte sorgt.

 

 

 

 

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